Zukunft unserer Schule
Handeln statt reden für die Zukunft unserer Schule
CDU-Fraktion beantragt Sondersitzung des Schulträgerausschusses
Nachdem auch der 2. Antrag der Verbandsgemeinde Vallendar auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Konrad-Adenauer-Schule abgelehnt wurde, fordert die CDU-Verbandsgemeinderatsfraktion Bürgermeister Fred Pretz (SPD) zu schnellem Handeln auf. Die Fraktion möchte zudem auch Alternativlösungen für die Zukunft der Schule geprüft wissen.
Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur hatte im Absageschreiben vom 24.07.2009 an Landrat Dr. Alexander Saftig u.a. ausgeführt: „Ich bitte Sie nun, sich zusammen mit den Verantwortlichen vor Ort für eine attraktive Profilierung der zukünftigen Realschule plus Vallendar als wohnortnahes aufstiegsorientiertes Bildungsangebot einzusetzen.“
Die CDU-Fraktion wertet diese Aussage als Zeichen, dass ein künftiger wortgleicher Antrag auf Einrichtung einer IGS vom Land wohl erneut abgelehnt werden dürfte. Der Fraktionsvorsitzende Michael Helbach: „Wir sind auch weiterhin davon überzeugt, dass eine IGS die optimale Lösung für unsere Schule wäre. Leider hat sich jedoch gezeigt, dass das Land ganz offensichtlich davon ausgeht, dass wir für eine solche Schulform auch in Zukunft keine ausreichenden Schülerzahlen erreichen werden. Ständig neue Resolutionen bringen uns nicht weiter, wir müssen neue Fakten schaffen und Alternativkonzepte prüfen. In jedem Fall müssten wir neue Wege beschreiten, wenn ein erneuter IGS-Antrag mit Aussicht auf Erfolg gestellt werden soll. Mit dem notwendigen Realismus sollten wir daher aber auch überlegen, mit welchen sonstigen Maßnahmen wir die Schule zukunftsfähig halten können. Ziel muss unserer Ansicht nach dabei sein, der Schule ein Alleinstellungsmerkmal auf unserer Rheinseite zukommen zu lassen, durch das sie sich von den Nachbarschulen abhebt.“
In diesem Zusammenhang beantragt die Fraktion auch die Prüfung der Variante „Fachoberschule“. Jenny Zengler, Schulexpertin der Fraktion: „Wir sollten auch ergebnisoffen darüber diskutieren, unsere Realschule plus mit einer Fachoberschule zu verbinden. Diese sollen in Rheinland-Pfalz zum Schuljahr 2011/2012 wohl mit den Fachrichtungen Technik sowie Wirtschaft und Verwaltung eingerichtet werden. Zu beachten ist aber, dass auch eine Realschule plus mit einer Fachoberschule grundsätzlich in der Trägerschaft des Landkreises liegen würde. Wenn auch die konkreten Errichtungsbedingungen noch nicht feststehen, so wird auch hierbei sicherlich eine ausreichende Schülerzahl sowie räumliche Voraussetzungen zu berücksichtigen sein. Die Verbandsgemeinde Vallendar sollte nicht wieder, wie bei der IGS, zu spät auf einen fahrenden Zug aufspringen, sondern vielmehr gegebenenfalls eine der ersten Kommunen sein, die sich um eine Fachoberschule bewirbt. Hierüber muss schnellstmöglich mit Schulleitung und Eltern diskutiert werden.“
Deshalb fordert die CDU-Fraktion von Bürgermeister Pretz eine Sondersitzung des Schulträgerausschusses noch vor der nächsten Ratssitzung: „Schnelles, aber auch koordiniertes Handeln ist nunmehr gefragt. Seit Eingang der Absage aus Mainz am 28.07.2009 sind bereits wieder mehr als 2 Monate vergangen, eine Information der Fraktionen ist erst jetzt erfolgt. Weiteren Zeitverlust können wir uns in einer so wichtigen Angelegenheit nicht erlauben, wir werden dies auch nicht mehr akzeptieren. Wir halten es auch für unverzichtbar, Schulleitung und Elternvertreter schnellstmöglich an den Beratungen zu beteiligen, um einen gemeinsamen Weg zu finden. Der Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde muss noch vor der Ratssitzung im September zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Dabei soll eine Empfehlung für die künftige Vorgehensweise ausgesprochen werden.“, begründet Michael Helbach diesen Antrag.
Der Bürgermeister wird zudem aufgefordert, dem Rat schnellstmöglich die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten und die dabei zu beachtenden Fristen aufzuzeigen. Dabei soll auch, aber nicht ausschließlich die Aussichten auf die künftige Einrichtung einer IGS bei der Landesregierung abgefragt werden. Zudem sollen die erforderlichen Schritte für eine schnellstmögliche Einrichtung einer Fachoberschule geprüft und dem Rat vorgestellt werden.
Schließlich denkt die CDU-Fraktion auch an ungewöhnliche Wege, um ein positives Ergebnis für die Konrad-Adenauer-Schule herbeizuführen: „Vielleicht können wir mit einem anderen Schulträger kooperieren? Gegebenenfalls wäre es möglich, über einen gemeinsamen Antrag erforderliche Schülerzahlen und räumliche Gegebenheiten vorweisen zu können. Sollte dies rechtlich möglich sein, wird der Bürgermeister aufgefordert, unverzüglich entsprechende Gespräche zu führen.“, fordert Michael Helbach weiter für die CDU-Fraktion.

Seite drucken